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Die Keramik-Brücke mit Vollgusskrone

Keramik-Brücke mit Vollgusskrone

Brücken dienen zum Ersatz von einem oder benachbarten Zähnen, wobei die lückenseitigen Zähne für Pfeilerkronen beschliffen werden. Die Brücke wird auf diese Pfeilerkronen in besonderen Fällen auch auf implantatgetragene Kronen dauerhaft zementiert oder geklebt. Brücken können Geschiebe als konfektionierte oder laborgefertigte feinmechanische Verbindungselemente zur Verankerung des Zahnersatzes besitzen.

Üblich sind:

  • Vollgussbrücken – komplett aus Gold- oder Silber/Edelmetall-Legierung;
  • Vestibulär verblendete Brücken – das Grundgerüst besteht aus Dentallegierung, die sichtbare Seite (ohne Kaufläche) wird mit zahnfarbener Keramik verblendet;
  • Vollverblendete Brücken – die Zahnreihen sind innen und außen mit zahnfarbener Keramik verblendet;
  • Vollkeramikbrücken – werden komplett aus hochfestem Keramikmaterial gefertigt wobei auch die Zahnreihen mit zahnfarbener Keramik verblendet sind.


Produktbeispiel:
Vollverblendete Brücke für Zahn 37 als Vollgusskrone. Zahn 33 und 43 werden vestibulär verblendet. Zwischen Pfeilerzahn 33 und 43 ist ein teilungsgeschiebe vorgesehen. Die Brückenkörper werden keramisch voll verblendet. Die Kronen 33 und 34 tragen das Teilungsgeschiebe. Zahnfarbe ist A3

Das Teilungsgeschiebe ermöglicht trotz starrer Verblockung noch Mikrobewegungen an den Pfeilerzähnen. Die Brückenanker tragen die mehrspannige Endpfeilerbrücke. In unserem Beispiel wird das einseitige T-Geschiebe der Firma Heraeus-Kulzer verwendet. Es ist nicht aktivierbar und überzeugt durch minimale Größe und universale Verwendbarkeit.

Zahntechnische Keramiken sind Werkstoffe, nichtmetallische anorganische Substanzen, meist Oxide, Carbide, Nitride in reiner Form oder in Mischung, die im Brennofen bei bestimmten Temperaturen Schmelzmassen ergeben. Typischerweise sind diese Werkstoffe hochschmelzend, feuerfest und chemisch sehr beständig, aber auch nicht völlig korrosionsfest. Von besonderer Bedeutung für den klinischen Wert der Metallkeramik ist die Art der Grenzschicht zwischen dem Metallgerüst der Brücke und der Aufbrennmasse. Der eigentliche Haftmechanismus beruht nämlich auf mechanischer und chemischer Verankerung, wobei bezüglich der mechanischen Haftung, die unterschiedlichen WAK Werte von Metall zu Keramik und umgekehrt ausschlaggebend sind. Ist dieser Wert nicht abgestimmt, kommt es zu Sprüngen, Deformationen und Abplatzungen.

Die Modellierung der keramischen Verblendung erfordert handwerkliches Geschick und ästhetisches Empfinden für Farben und deren Anwendung. Die Verblendung wird schrittweise, zervikal nach inzisal gearbeitet. Überlaufend nach inzisal wird die Schneidemasse geschichtet. Das erfolgt mit dem speziell ausgesuchten Keramikpinsel. Danach wird eine transparente Keramikmasse an und in bestimmte Bereiche gelegt. Farbrisse, Schmelzflecken oder farbliche Belege werden mit Effektkeramikmassen korrigiert. Zum Abschluss wird die Keramikverblendung noch mit Glasurmasse beschichtet.

Zu beachten: Geschiebe- und Riegelprothesen sind nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. Implantate werden nur in Ausnahmefällen von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert.
Vorteil: Festsitzender Zahnersatz gibt dem Patienten durch Nachgestaltung der natürlichen Gebisssituation hohe Sicherheit.
Nachteil: Bei Verlust der tragenden Pfeiler ist eine Erweiterung der Konstruktion problematisch.