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Die Kombiprothese

Kombiprothesen funktionieren als herausnehmbarer Zahnersatz auf einer brückenartigen Konstruktion, die von festsitzenden Zahnelementen getragen wird. Sie dienen zur Korrektur von ausgedehnten Lücken im Ober- und/oder Unterkiefer.

Kombiprothese

Prothese im OK, herausnehmbar, aufsitzend

Kombiprothese

11 und 21 Kronen mit Schubverteiler
13 Teleskopkrone
15 Verblendkrone mit RSS-Geschiebe
17 Ring-Teleskop
23, 24 Metallkeramikkronen über Schubverteiler und RS-Geschiebe verblock

Produktbeispiel: Diese Kombiprothese besteht aus festsitzenden Konstruktionselementen, u.a. Teleskopen, Geschieben und Stegelementen, in unserem Beispiel auf einer skelettierten, herausnehmbaren Modellgussbasis mit Kunststoffsätteln. Aus ästhetischen und funktionellen Gründen wird auf eine Klammerkonstruktion verzichtet. Es werden Verbindungselemente mit Friktionsstift versehen, um den Halt langzeitig zu gewährleisten. Erreicht werden soll ein prothetischer Ersatz mit optimalen ästhetischen, funktionellen, phonetischen und statischen Eigenschaften.

Die kariösen Zähne 11, 21, 23, 24 sind überkront, keramisch verblendet und durch Verblockung zusätzlich stabilisiert. Die Frontzähne 11, 21 sind durch einen Schubverteilungsarm mit der Modellgussbasis palatinal verbunden. 15 trägt ein Rillen-Schulter (RSS) Geschiebe mit aktivierbaren Friktionsstiften. Das kann durch den Zahnarzt bei nachlassender Friktion aktiviert, d.h. nachgestellt werden. Die Teleskopkrone 13 ist vestibulär mit Komposite verblendet. 15 und 17 sind über den Barrensteg zu einem Steggeschiebe verblockt.

Geschiebe sind konfektionierte oder laborgefertigte feinmechanische Verbindungselemente zur Verankerung des herausnehmbaren Zahnersatzes. Es gibt über 100 verschiedene Geschiebe. Hier kommt in Position 15 ein Rillen-Schulter-Geschiebe (RSS) zur Anwendung. Das wird vom Techniker individuell gefertigt. In Position 24 wird in Verbindung mit dem Schubverteiler das konfektionierte aktivierbare Rillen-Schulter-Geschiebe (RS) der Firma Heraeus-Kulzer LogaSun® eingebaut. So ergibt sich eine ideale Verankerung für den Freiendsattel mit den Ersatzzähnen 25 bis 27.

Die Verblendkrone 15 mit Rillen-Schulter-Geschiebe (RSS) und das Ringteleskop 17 mit aktivierbarem Friktionsstift sind als parodontale Anker über einen individuell gefrästen Barrensteg starr verblockt. Der ist mit der Modellgussbasis verlötet und trägt den Ersatzzahn 16. Er muss mit seiner Basis spaltfrei und drucklos auf dem Kieferkamm aufliegen, d.h. leicht abgerundet und auf Hochglanz poliert sein. Die übrigen Sekundärteile sind verklebt. Für den Ersatz von 16, 26 und 27 werden individuell gefertigte Kunststoffzähne verwendet. 12 und 22 sind mit Komposite verblendet. Die Zahnfarbe ist A3.

Diese Prothese hat eine asymmetrische Restgebisssituation. Die Druckkräfte werden also parodontal auf die Restzähne und gingival auf das Zahnfleisch der zahnlosen Kieferabschnitte übertragen. Dadurch sind die Druckkräfte auf eine möglichst große Fläche verteilt.

Die Teleskopkronen 13 und 17 fixieren die Prothese im Restgebiss.

Teleskopkronen bestehen generell aus zwei Teilen: dem Primärteil oder Innenteleskop und dem Sekundärteil oder Außenteleskop. Das Innenteleskop ist parallelwanding gefräst und wird passgenau auf der Außenseite modelliert. Dieser Teil wird teleskopierend über das Innenteleskop als formschlüssiger Metallmantel geschoben. So haftet die Prothese auf den Teleskopen durch Friktion, die zum Herausnehmen der Prothese in einer Richtung lösbar ist.

Die Kronen 11–21 sind palatinal ebenfalls mit einem Schubverteilungsarm versehen. Approximale Führungsrillen sind symmetrisch angeordnet. Sie werden entsprechend den Platzverhältnissen zugeordnet. Die Kronen 11–21 und 24–25 sind vestibulär mit zahnfarbenem Keramikmaterial verblendet. Keramikverblendungen sind abriebfest und zeigen unter allen Beleuchtungsverhältnissen die beste Farbwirkung. Die Verblendung der übrigen Kronen 13, 15 und 25 erfolgt mit Komposite.

Kronen bieten einen künstlichen Ersatz der Zahnkrone. Die Vollkrone als Brückenanker aus Metall ist die ideale Konstruktionsform. Sie bietet auch bei bereits geschwächter oder zerstörter Zahnkrone größte mechanische Festigkeit und höchste Verankerungskraft.

Vorteile:
Kombiprothesen sind sehr variabel, auf Teleskopen gelagert und aus verschiedenen Materialien gearbeitet. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bei entsprechendem Befund einen Kostenanteil. Den Befund erhebt ihr Zahnarzt.
Nachteile: Bei Verlust der tragenden Restzähne ist eine Erweiterung der Konstruktion problematisch.